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inKUBATOR Video | generator 2017

Transmedia-Echtzeitinstallation für den »» generator.medienkunstlabor im ehemaligen Kohleheizkraftwerk Campus II Universität Trier

joeressen+kessner
inKUBATOR, 2017/2018
Transmedia-Echtzeitinstallation für den >>generator.medienkunstlabor
im ehemaligen Kohleheizkraftwerk Campus II Universität Trier

Der Film zeigt eine durchgehende Sequenz aus zwölf verschiedenen Blickwinkeln.

Die Verwendung von Kopfhörern wird empfohlen.

Weitere Informationen:
joeressenkessner.de/index.php/joeressenpluskessner/articles/inK.html

Ausstellungseröffnung »»generator 2018

generator marx – kapital I digital

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx erscheinen zahlreiche neue Monographien und Filme, die vor allem die Relevanz seiner politischen und ökonomischen Theorien für die Gegenwart bestätigen. Da sich aber die Tätigkeiten, die im 21. Jahrhundert unter „Arbeit“ subsumiert werden, grundlegend verändert haben und die Realwirtschaft längst in eine Finanzwirtschaft übergegangen ist, braucht die neue Datengesellschaft auch eine neue virtuelle Ökonomie.

Die von Peter Weibel in Kooperation mit dem Fach Kunstgeschichte der Universität Trier kuratierte Ausstellung fragt nach den Konsequenzen, derer sich eine postindustrielle Gesellschaft ausgesetzt sieht, in deren Mittelpunkt nicht mehr Arbeit und Waren, sondern Wissen und Daten stehen. Folgt auf die Logik der Produktion eine Logik der Distribution, so wird nicht mehr die Fähigkeit eines Einzelnen entlohnt, weil er einen Gegenstand besonders gut oder schnell zu produzieren weiß, sondern die ‚Verteilung’ des Gegenstandes. Viel relevanter als die Frage, was Karl Marx gesagt hat, ist deshalb die Frage, was er nicht vorhersagen konnte. Von seiner – wie auch der Warte eines englischen Industriearbeiters im 19. Jh. – war es kaum vorstellbar, dass im postindustriellen Zeitalter nicht die Arbeit den Wert von Informations- oder Datenmengen bestimmt, sondern die Quantität ihrer Rezeption. Genau diese Verschiebung steht aber im Interesse einiger Multimediakünstler.

Folgt man der These, wonach das Kapital der Zukunft keine seltenen Erden, sondern das „Wissen“ sein wird, und der Erwerb von Wissen in Wissensgesellschaften ähnlich zu entlohnen ist wie Arbeit in einer Arbeitsgesellschaft, dann gibt es in der Geburtsstadt von Karl Marx keinen geeigneteren Ausstellungsort für einen so progressiven, von Symposien begleiteten Dialog, wie den »»generator, den Kunstraum der Universität Trier in der Heizkraftzentrale des ehemaligen Militärhospitals André Genet.

Begleitend zum wissenschaftlichen Rahmenprogramm der Ausstellung wird gemeinsam mit Studierenden des Fachs Kunstgeschichte ein Katalog erarbeitet, der spätestens 2019 erhältlich sein wird.

22. Juni 2018 bis 09. Dezember 2018
Eröffnung/Vernissage: Donnerstag, 21.06. 2018, 18.00 Uhr, Campus II

generator | medienkunstlabortrier
Universität Trier, Campus II, Gebäude F
Behringstr. 21, 54296 Trier

Gastkurator:
Prof. Dr. h.c. mult. Peter Weibel

Mit begleitenden Vorträgen/Podiumsdiskussionen

Planung:
Ulrike Gehring / Stephan Brakensiek

Kontakt (Telefon und/oder E-Mail)
www.generator.uni-trier.de
e-Mail:generator@uni-trier.de
Kontakt: Andrea Günther
Telefon: 0651.201.2126 (mo-do 9-14 Uhr)

»» generator 2017

inKubator: joeressen+kessner. Sam Taylor-Johnson – Nelienke van Wieringen

Laufzeit der Ausstellung: 01.12.2017 – 31.03.2018
Universität Trier, Campus II, Kapelle (Hörsaal K 101), Behringstr. 21, 54296 Trier

Bereits zum dritten Mal öffnet der »»generator der Universität Trier seine Tore für eine innovative Lichtinstallation. Das Künstlerduo joeressen+kessner bespielt das ehemalige Heizkraftwerk mit der eigens dafür entworfenen, transmedialen Echtzeit-Installation »inKUBATOR«. Gleißend helles Licht bewegt sich über die Innenwände und tastet sie wie ein Theaterscheinwerfer ab; unterschiedliche Klänge interagieren in Rhythmus und Lautstärke mit der Intensität und Bewegung des Lichtes. In dieser transmedialen Verschränkung von Licht und Klang entsteht ein spezifischer Reflexions- und Erfahrungsraum. Die Lichtprojektion basiert auf der Variation der geometrischen Form eines Rechtecks, das jedoch durch die Struktur der Halle räumlich aufgebrochen wird. Die sich stetig wandelnde Licht-Klangprojektion wird in Echtzeit digital erzeugt und unterwirft den Raum ständiger Veränderung. Die beiden Künstler loten mit ihrer kinetisch- akustischen Inszenierung die räumlichen Strukturen des historischen Ortes in verschiedenen Dimensionen aus. Licht und Klang durchfluten die gesamte Halle und eröffnen immer neue Bezüge zwischen der historischen Architektur, ihrer Materialität und dem sich darin bewegenden Besucher. Jeder einzelne Augenblick ermöglicht eine einmalige, aber einprägsame Erfahrung. In Analogie zu den elektronischen Klängen, verschränken sich Vorder- und Hintergrund in immer neuen Lichträumen, die sich sodann überblenden und auflösen.

Dem Prinzip des Inkubators, eines Brutschranks oder -kastens, folgend, schaffen die Künstler laborartige Bedingungen, unter denen völlig neuartige Licht-, Klang- und Raumsynthesen möglich werden.

Der Kreislauf von Werden und Vergehen ist auch das Thema des benachbarten Ausstellungsraumes, des Kohlekellers, wo Stillleben zeitgenössischer Künstler gezeigt werden. Die britische Fotografin und Regisseurin Sam Taylor-Johnson (geb. Taylor-Wood) überführt das »stillstehende Leben« in ihrer Video-Arbeit »Still Life« (2001) in eine bewegte Videosequenz, wodurch der Zerfallsprozess in seiner zeitlichen Bedingtheit nachvollziehbar wird. Mit Hilfe eines Zeitraffers wird die »nature morte« (frz. Stillleben) zum Leben erweckt. Die Veränderung, die dem Verfall organischer Materie von Geburt oder vom Entstehen an innewohnt, und im traditionellen Stillleben nur metaphorisch angedeutet wird, vollzieht sich hier binnen weniger Minuten vor unseren Augen.

An diesem Punkt setzen auch die filigranen Skulpturen der niederländischen Künstlerin Nelienke van Wieringen an. In leisen aber nicht weniger eindrücklichen Szenarien werden ihre kleinen, scheinbar tödlich verletzt zu Boden gefallenen Keramikvögel zu Vanitas-Symbolen der heutigen Zeit. Über ihren Titel »Kleine Malerei« (2015/2017) verknüpfen sie geradezu paradigmatisch die zerbrechliche Schönheit der Natur in altmeisterlichem Sinn mit dem memento mori-Gedanken eines modernen Stilllebens unserer Tage.

Die Ausstellung »»generator 2017 wird durch eine Projektarbeit von Studierenden des Fachs Kunstgeschichte unter der Leitung der Doktorandin Andrea Günther M.A. wissenschaftlich aufgearbeitet und dokumentiert. Der Katalog zur Ausstellung erscheint voraussichtlich im Februar 2018.

Leitung des Projekts:

Prof. Dr. Ulrike Gehring, E-Mail: gehring@uni-trier.de, Tel. 0651/201-2125

Dr. Stephan Brakensiek, E-Mail: brakensi@uni-trier.de, Tel. 0651/201-2169

Andrea Günther, M.A., E-Mail: guenther@uni-trier.de, Tel. 0651/201-2126

Besucheradresse:

»»generator.medienkunstlabor Trier, Universität Trier, Campus II, Behringstr. 21, 54296 Trier

Zugang nur im Rahmen öffentlicher Führungen: Donnerstag, 18:30-19:30 Uhr und alle zwei Wochen Samstag, 14:00-15:00 Uhr

(beginnend am 02.12.2017)

Anmeldung / Termine

Kunstgeschichte: generator@uni-trier.de, Tel. 0651/201-2126 (Mo-Do vormittags)

generator meets City Campus

In den »Katakomben« unter dem Gebäude des Campus II der Universität Trier ist die besondere Geschichte dieses Ortes bis heute sichtbar: Seit ihrer Entstehung und Nutzung als Heizkraftzentrale für das frühere Militärkrankenhaus der französischen Garnison, blieben die Räume lange unberührt im Dunkeln.

Dieser Ort wurde vom Fach Kunstgeschichte zum Medienkunstlabor umgewandelt: ein universitärer Ausstellungsraum, der gleichermaßen als »Kulturraum» und »kuratorisches Labor« dient. Der »» generator bietet als curatorial think tank Studierenden die Chance unterschiedliche Präsentationsformen und den Umgang mit Medienkunst zu erproben. Die historische Architektur der Räume auf Campus II bietet eine einmalige Kulisse, die durch die wechselnden Interventionen der Licht- und Medienkunst neu erfahrbar wird. Die Künstler schreiben sich mit spektakulären Kunstinstallationen in diesen Ort ein und lassen ihn in immer wieder neuem Licht erscheinen.

Im Jahr 2015 startete das Projekt »» generator im UNESCO-Jahr des Lichts mit einer Installation, die der international renommierte Konzeptkünstler Mischa Kuball eigens für die Universität Trier geschaffen hat: Das »Flashlab« erhellt die bislang verborgenen Räume nur für Sekundenbruchteile. Der Blitz steht programmatisch als Initialzündung für das, was zukünftig hier entstehen wird: Ein kuratorisches Labor für studentische Ausstellungsprojekte. Im Jahr 2016 konnte die Lichtprojektion LOREM IPSUM des Künstlerduos Hartung und Trenz an diesen großen Erfolg anknüpfen: 24 ausgedienten Diaprojektoren der Universität tauchen die zweigeschossige Halle in ein warmes Licht, überziehen Decken, Pfeiler und Wände mit Textfragmenten. Die Textprojektion des gleichnamigen, auf Cicero basierenden Blindtextes steht als pars pro toto für die Universität als Wissensspeicher.

Ablauf

Nutzen Sie beim City Campus 2017 die Chance, die Lichtinstallation LOREM IPSUM noch einmal hautnah zu erleben!

Anmeldung zur Führung: » Anmeldeformular

Shuttlebus zum Campus II: Führung durch die Katakomben (ca. 30min)

Öffnungszeiten:
16:00 bis 00:00 Uhr

Aussteller:
Andrea Günther
Universität Trier, Kunstgeschichte
generator@uni-trier.de

Ort:
Viehmarktplatz

Oberbürgermeister Wolfram Leibe zu Besuch im »» generator 2016 | generator 2016

Am Wochenende war Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier zu Besuch im »» generator 2016 und ist begeistert.

 

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