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Marie-Luise Meister erhält den Ramboux Kunstpreis der Stadt Trier

Der »»generator gratuliert: Die Künstlerin Marie-Luise Meister wurde am Sonntag (03.05.2026) mit dem Ramboux-Kunstpreis der Stadt Trier 2026 ausgezeichnet.

Aus 24 Bewerbungen wählte die Jury zunächst neun Positionen für die Wettbewerbsausstellung aus. In einer anschließenden Jurysitzung wurde Marie-Luise Meister zur Preisträgerin gekürt. Oberbürgermeister Wolfram Leibe überreichte die Urkunde im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Ausstellung der Preisträgerin im Stadtmuseum Simeonstift. Der Ramboux-Preis wird seit 1961 von der Stadt Trier vergeben und gehört zu den wichtigsten Kunstpreisen der Großregion. Er ist verbunden mit einem Ankauf über 6000 Euro und eine Einzelausstellung im Stadtmuseum Simeonstift.

„Es sind vor allem die Vielschichtigkeit und Präzision, die uns überzeugt haben. Wie ein unterirdisches Wurzelwerk stehen Elemente miteinander in Beziehung, transformieren sich und entstehen immer wieder neu. Marie-Luise Meister gelingt es, Betrachtende aktiv in diese Prozesse einzubinden – durch Hören, Beobachten, Berühren und das Erzeugen eigener Klänge werden wir selbst Teil ihrer künstlerischen Erfahrungsräume.“
– Jury-Mitglied Simone Leyk (Europäische Kunstakademie)

Zuletzt war Marie-Luise Meisters Werk in Trier in der vergangenen Ausstellung im »»generator ‚»»generator 5: Hydrogenes | Wasserstoffe‘ vertreten. Mit ihren Arbeiten Poröse Träger und Bodies of Water prägte sie die Auseinandersetzung mit dem Element Wasser und seinen molekularen Bestandteilen innerhalb der Ausstellung.

Meisters fortlaufendes künstlerisches Forschen zum Fluiden wird aktuell in der Einzelausstellung der Preisträgerin ‚On Bodies and Shores‚ im Stadtmuseum Simeonstift weitergeführt. Die Ausstellung wird noch bis zum 14.06.2026 präsentiert. Wir empfehlen einen Besuch und gratulieren Marie-Luise Meister herzlich zu Ihrem Erfolg und der Auszeichnung.

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Weltkulturerbe digital transformiert

Der »»medienkunstcontainer feiert 40 Jahre UNESCO-Weltkulturerbe

Das Jahr 2026 beginnt mit einem Jubiläum: 40 Jahre UNESCO-Weltkulturerbe in Trier. Anlässlich des Auftakts dieses Jubiläumsjahrs wird der »»medienkunstcontainer trier (aktueller Standort am Konstantinplatz Trier) ab dem 31.01.2026 für begrenzte Zeit mit einem eigens entwickelten Videomapping von Jonas Schöner (Saarbrücken) bespielt. Die Präsentation versteht sich als bewusste Unterbrechung des kuratorischen Programms im »»medienkunstcontainer und setzt damit einen eigenständigen Akzent im Jubiläumsprogramm der Stadt.

Ausgangspunkt der Arbeit sind die zentralen UNESCO-Weltkulturerbestätten Triers, die das Stadtbild seit Jahrhunderten prägen. Mithilfe eines digitalen Verfahrens transformiert Jonas Schöner diese historischen Monumente in eine abstrahierte Bildwelt. 

Ein Wechselspiel aus Präzision und Auflösung bestimmt die Wirkung des Videos. Die Bauwerke setzen sich aus strahlenhaften Partikeln zusammen, verschieben sich, rotieren – und zerfallen im nächsten Moment wieder in abstrakte Fragmente. Jonas Schöner greift das Motiv von Wandel, Bewegung und zeitlichen Prozessen auf, denen die historischen Monumente seit ihrer Entstehung unterworfen sind. Zugleich lassen die fragmentierten Formen an Verfall, Zerstörung und die Spuren von Krieg denken, denen die Bauwerke im Laufe ihrer Geschichte ausgesetzt waren. Dennoch erscheinen die Denkmäler nicht als fragile Relikte, sondern standhaft: Als Zeitzeugen vieler Jahrtausende haben sie Generationen überdauert und natürlichen wie menschlichen Einflüssen getrotzt.

Unterbrochen wird die Abfolge der UNESCO-Welterbestätten durch die Darstellung der barocken Skulptur Flora aus dem Palastgarten. Obwohl die Gartenanlage selbst nicht Teil des Weltkulturerbes ist, fungiert sie als historisches Bindeglied zwischen Konstantinbasilika und Kaiserthermen. Im Video rotiert die Skulptur – einer Kompassnadel oder einem Uhrzeiger ähnelnd – und wird so zum Sinnbild für Zeit, Stilwandel und historische Brüche. 

Mit seiner digitalen Übersetzung des kulturellen Erbes eröffnet Jonas Schöner eine neue Perspektive auf die bekannten Welterbestätten der Stadt: wandelbare Strukturen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich in sich tragen – zerbrechlich und standhaft zugleich.


Das Kunstwerk anlässlich des Jubiläums ’40 Jahre UNESCO-Weltkulturerbe‘ wurde mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung der Stadt Trier, dem Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz und der Trier Tourismus Management GmbH (TTM) realisiert.

ERBaut für die Ewigkeit
Am 28. November 1986 erkannte die UNESCO an, was man in Trier längst wusste: Hier ist Geschichte nicht nur steinalt, sondern auch steinhart in ihrer Überzeugungskraft.

Zum Jubiläumsprogramm

zum Anhören: SWR Kultur zur Ausstellung »»generator 5

„Der Keller eines ehemaligen Militärhospitals… das klingt erstmals nach Lost-Place und Spinnenweben. Aber genau – auf dem heutigen Campus der Uni Trier – lässt sich gerade Kunst erleben. …“

Hörfunkbeitrag von Nicole Mertes für SWR Kultur
Mit O-Tönen von Marie-Luise Meister (Künstlerin), Etienne Rey (Künstler) und Samira Rudek (Ausstellungsgruppe »»generator 5)

© Nicole Mertes, SWR Trier.

Erwähnte Kunstwerke:

»» generator 5 – Wiedereröffnung des Medienkunstlabors

Endlich ist es soweit! Am 03. Dezember 2025 um 18:00 Uhr feiern wir die Wiedereröffnung des »»generators, des Medienkunstlabors der Universität Trier. Hierzu laden wir herzlich ein!

Das fünfte Projekt des »»generators ist dem Element Wasser gewidmet und bildet zugleich den Auftakt einer Reihe zu den vier Elementen. Unter dem Titel Hydrogènes | Wasserstoffe entfaltet die Ausstellung mit Werken von Etienne Rey und Marie-Luise Meister eine dichte Erzählung, die das Element Wasser aus unterschiedlichen Perspektiven befragt. Die Arbeiten eröffnen einen vielschichtigen Dialog über Wasserstoffe, über Atmosphäre, Wahrnehmung und Materialität.

Eröffnung: 03.12.2025, 18:00 Uhr | Hörsaal 11/12, mit anschließendem Ausstellungsbesuch.
Anschrift: Universität Trier, Campus II, Behringstr. 21, 54296 Trier


Bild: Einladungskarte »»generator 5 | Bilder: Etienne Rey: Turbulences © adagp-Paris-2025; Marie-Luise Meister: Fluid Bodies, 2024 © Marie-Luise Meister | Graphische Gestaltung: Tia Meinert.

Medienkunst am Konstantinplatz

Der Medienkunstcontainer kehrt zurück – als Teil der Illuminale Trier

Es ist soweit: die Tage werden kürzer, die Nächte länger und dunkler –– Zeit, wieder Lichtkunst in die Stadt zu bringen. Ende September wird der »»medienkunstcontainer trier erneut Betrieb genommen: An einem neuen Ort, mit einem bisher nicht gezeigten Teil des Kunstwerks flow!

Die Auftaktveranstaltung dazu bietet die Illuminale Trier. Das Lichtkunstfestival ist seit 2011 ein Highlight des trierischen Veranstaltungssommers, das zweijährig zwischen fünfzehn- und zwanzigtausend Menschen anlockt. Im Rahmen der Illuminale, die 2025 die Fläche um die Konstantinbasilika und den angrenzenden Palastgarten bespielt, soll der »»medienkunstcontainer an zentraler Position vor der Konstantinbasilika aufgestellt werden und damit die Besucher:innen der Veranstaltung auf dem Gelände ‚begrüßen‘.

Während die verschiedenen Stationen der Veranstaltung am Ende des zweitägigen Events abgebaut werden, wird der »»medienkunstcontainer anschließend an der Konstantinbasilika verbleiben und die Herbst- und Winternächte erneut mit Videokunst erhellen.

Der Abschluss dieser dritten Präsentation wird erneut durch eine publikumswirksame Veranstaltung vollzogen – die Lange Nacht der Kunst am 7. Dezember 2025, in deren Programm der »»medienkunstcontainer als Ausstellungsprojekt des »»generators integriert ist.

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